Die „andere“ Dreiländertour

Unterwegs mit Christine & Sandro in Slowenien – Italien – Kroatien vom 29.09.-11.10.2019

Es war schon immer unser Ziel Slowenien und Kroatien (Istrien) mit dem Rad zu bereisen. Also stand das Ziel für den Urlaub 2019 fest. Viele Artikel zu den Radstrecken in den benannten Ländern wurden studiert. Eine stillgelegte Bahnstrecke nur für Radler zum befahren sollte es auch geben. Die „Parenzana“. 116 km von Triest nach Porec mussten mit in das Programm aufgenommen werden.

Das Wetter in Ljubljana begrüßte uns mit Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. Also auf zur ersten Etappe ins Landesinnere nach Postojna. Mit der suche nach Unterkünften gab es keine Probleme. Die Saison war vorbei und überall wurde man wohlwollend aufgenommen.

Am nächsten Tag war unser Ziel Muggia in Italien. Auf dem Weg dahin mussten wir natürlich das größte Gestüt des Landes in Lipica mitnehmen. Es ist schon beeindruckend hunderte von diesen weißen Prachtexemplaren auf den Weiden zu sehen. Ferien in Lipica – ich erinnerte mich daran als Kind diese Filme im Fernsehen gesehen zu haben.

Die nächste Etappe brachte uns auf die „Parenzana“. In Italien und Slowenien eine wunderschöne befestigte Radstrecke. Wir fuhren über Koper nach Izola weiter über Piran an der wunderschönen Küste entlang. Mit dem Grenzübertritt nach Kroatien änderte sich der Wegebelag. Die „Parenzana“ blieb bis nach Porec eine unbefestigte Schotterstrecke. Wir hatten mit unseren Reiserädern und dem Gepäck Mühe das gesamte Stück zu fahren. Vorbei an der Stadt Motovun (bekannt durch das Trüffelgebiet) und durch zahlreiche alte Tunnels kämpften wir uns bis Porec durch. Das herrlich glasklare Wasser und der Sonnenschein entschädigten uns für die Strapazen. In einer gemütlichen Pizzeria in der Altstadt ließen wir den Tag ausklingen.

Von Porec ging es über einsame Landstraßen weiter noch Pula. In einer wunderschönen Bed&Breakfast  Unterkunft genossen wir die Gegend und blieben einen weiteren Tag in Pula. Es ist schon beeindruckend mit welchen Hinterlassenschaften aus dem ehemalige Jugoslawien das jetzige Kroatien zu kämpfen hat. Wir fuhren durch (für alle offen) ehemalige Militärobjekte um welche sich unseres Erachtens keiner kümmert.

Die nächste Etappe ging nur noch Bergauf. Von Porec nach Labin einen wunderschönen alten Bergdorf. Hier wurden unsere Packtaschen um je eine Flasche bestes Olivenöl und eine Flasche Grappa schwerer.

Unser nächstes Ziel war Opatija ein alter kaiserlicher Badeort mit viel Historie und dem architektonischen Flair aus der Zeit der Donaumonarchie. Das saubere und klare Wasser dazu ein warmer Sonnenschein ließ und hier auch wieder länger verweilen. Der Abschied fiel uns schwer aber wir mussten ja wieder zurück nach Ljubljana. Also ging es am Mittwoch wieder in die Berge. Eine slowenische Jugendherberge  war unser letztes Reisequartier. Einfach aber sauber. Die letzte Etappe in die slowenische Hauptstadt ging zum Glück fast nur noch Bergab. Bei 10°C und Dauerregen freuten wir uns auf unser Hotel und eine warme Dusche.

Ein wunderschöner Radurlaub geht zu Ende aber es gibt ja, Gott sei Dank, noch andere Ziele.

Sandro & Christine

P.S. wer weitere Informationen oder Kartenmaterial braucht gern bei uns.

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