German Cycling Cup 2013

Rennbericht von Christine Göldner

Nürburgring am 07.09.2013

Nürburgring am 07.09.2013

Ein Jedermann – Rennen, 15 Rennen gehören inzwischen zur Serie, welche über die gesamte Deutschlandkarte verteilt sind. Diese bieten jedem die Möglichkeit Rennluft zu schnuppern. Den Abschluss bildet mit einer Windkantenschlacht der Münsterland Giro. Davor gibt es eine abwechslungsreiche Mischung: für Kletterfreunde, die auf der Nordschleife fast 3.300 Höhenmeter erklimmen, oder für Sprinter, die bei den Neuseen Classics das große Blatt ketten, kommen Zeitfahrer in Bad Saulgau und beim Rothaus Riderman auf ihre Kosten, die im Kampf gegen die Uhr antreten.

Im Rahmen der Serie werden nach dem letzten Lauf in Münster die Gesamtführenden in den einzelnen Klassen Männern und Frauen als „Deutsche Jedermann Meister“ geehrt.

Endlich einmal ein Jedermann-Rennen mit Altersklassenunterteilung, das gefällt mir:

Die Urlaubstage daraufhin geplant, das Auto zum Campen vorgerichtet, so starten wir mit Sandro voller Elan, aber auch mit Bedenken.

Wie wird es sein in so großen Fahrerpulks zu fahren, halten wir durch?

Steckbrief – Erlebnisbericht – 15-Mal Adrenalin

Datum/Ort

km

Wetter

Besonderheiten

Platz

Göttingen

28.04.

Tour d`Energie

100

Sonne, Wolken

12°C

Knackiger Auftaktat

Aus Startblock G gestartet, 3 Berge u.a. der Hohe Hagen, auf den letzten Kilometern ein Sturz in unserer Gruppe.

5

Frankfurt-Eschborn

01.05.

Skoda Velotour

103

Sonne, Wolken

10°C

Bergwertung im Taunus

Zuerst durch die Innenstadt Frankfurts umgeben von Wolkenkratzern, giftiger Anstieg im Taunus,

Sandro in Frankfurt Panne, musste halten, ich bin alleine gefahren, er kam nach.

Im Hotel in Eschborn – Plausch mit Eric Zabel!

2

Köln

12.05.

Skoda Velodom

126

Regen,

Wolken

13°C

Ritt auf dem Sägeblatt

Ein fast ewiges Auf und Ab, ständiger Rhythmuswechsel, knackiger kurzer Anstieg hinauf zum Schloss Bernsberg, hatte am letzten Berg Platten,

Vorderradwechsel mit Sandro, ich bin alleine weiter, Sandro hatte noch zwei Pannen.

2

Zwenkau

19.05.

Neuseen Classics

135

Sonne

25°C

Highspeed mit Sprintfinale – Rund um die Braunkohle, am Anfang bergig bei Grimma danach ein flacher Kurs, Sturz bei der ersten Abfahrt in unserer Gruppe, anhalten, neu sortieren, nach dem Berg mit Niels gefahren und in optimaler Position geblieben.

1

Schleiz

02.06.

Schleizer Dreieck

145

Regen,

Hochwasser10°C

Klettern in Thüringen – Das Schleizer Dreieck, erst auf der Rennstrecke dann über die Berge, für die lange Strecke wurden zwei Runden gefahren, nur 1/3 fuhr an diesem Tag die lange Strecke, die Motivation durch das Wetter am Keller, nass und kalt gingen wir in die 2. Runde, dann begann meine Schaltung zu spinnen, bekam die Gänge nicht mehr auf das große Blatt, mussten Gruppe bergab fahren lassen und kamen im Anstieg wieder heran und konnten vorbei fahren –Wahnsinn!

1

Hannover

16.06.

Velo Challenge

116

Sonne, Wolken

20°C

Rennen durch 37 Ortschaften

Kräftige Böen und das Fahren in der Windkante fordern alle Kräfte, konnte unheimlich gut mitfahren, 4. Platz in der Frauen Gesamtwertung.

1

Bad Saulgau

29.06.

Grand Prix

32

Sonne,

Regen

31°C

Gegen die tickende Uhr

Kurze Anstiege und Abfahrten kennzeichnen den Kurs in der oberschwäbischen Voralpenlandschaft, erstmalig einen Lenkervorbau benutzt, eingefahren auf der Rolle unter einem Zelt bei kalten regnerischen Temperaturen, mit Lenker und Rad gut zurecht gekommen.

2

Hockenheimring

06.07.

Circuit Cycling

90

Sonne

28°C

Schneller wird es nicht – Ein Kurs gemacht fürs große Kettenblatt, schneller Start, nach der 1. Runde ein schwerer Sturz à Rennabbruch, Neustart nach 45 Minuten wieder Aufstellung und alles von vorn, nach den ersten zwei Runden wusste man, wo man sich nach jeder Kurve einordnen musste, um genügend Windschatten zu haben, unheimlich schneller Kurs -Durchschnitt 41,5 km/h

1

Bochum

28.07.

Sparkassen Giro

80

Sonne,

Wolken

28°C

Rasen in der City –Einmal rauf und dann wieder runter, das Rennen läuft schnurgerade durch die Innenstadt bis zum Wendepunkt,

schnelle schmerzhafte Antritte nach den Kurven, bis zur Spitzkehre leicht ansteigend und es wird mächtig gedrückt.

1

Dresden

04.08.

Skoda Velorace

105

Sonne

28°C

Rundtour in der Elbmetropole – Start/Ziel an der Semperoper, ein Rundkurs durch die barocke Innenstadt entlang am Terrassenufer, die geplante Fahrt über die Waldschlösschenbrüche war nicht möglich, Wendepunkt am Blauen Wunder, schnelles Rennen begleitet durch viele Stürze – Durchschnitt 41 km/h

1

Parchim-Lübz

11.08.

Mecklenburg Giro

120

Sonne,

Regen

23°C

Im 100-Seen-Land – links und rechts liegen die Seen Mecklenburgs dazwischen wird übers flache Land gefahren, kleiner abgelegener Ort, unruhiger schneller Beginn, Pannen und Stürze die ersten Kilometern, die Fahrt auf den alten Kopfsteinpflastern kostet Kraft und tut weh und die Steine werden klitschig durch den Regen.

1

Bremen

01.09.

Bremen Challenge

119

Sonne,

Wolken

20°C

Hanseatisch schnell – der schnelle Stadtkurs schlängelt sich durch die Stadtteile Überseestadt und Walle, Wind, Spitzkehren und die kurzen Brückenanstiege der Schnellstraßen welche zu überwinden sind und wo man nicht den Anschluss verlieren darf machen den Kurs so anstrengend, ständiges Überlegen, wann man in der richtigen Position sein muss.

2

Nürburgring

07.09.

Rad am Ring

150

Sonne,

Regen

18°C

Hart, härter, Nordschleife – das schwerste Rennen im GCC, auf der langen Distanz sammelt man 3.300 Hm, in der Fuchsröhre erreicht man Höchstgeschwindigkeiten, man wird gebremst durch die Hohe Acht, wer da nicht rechtzeitig schaltet kippt um, anschließend brennt sich die 17% Rampe in die Beine, dies sechs Runden immer wieder an der Tribüne und den Lagern der 24 h Fahrer vorbei, begonnen bei Sonne, der Regen und die Kälte überraschte uns in der 3. Runde, jetzt nur noch durchhalten, nach der letzten Rampenüberquerung bekam ich euphorische Kräfte und habe einen überwältigten Endspurt hingelegt.

Höchstgeschwindigkeit: 91 km/h

1

Bad Dürrheim

20.22.09.

Rothaus Riderman

16/86/96

Sonne

25°C

Rennen hoch drei – Einzelzeitfahren und zwei knackige Kletter-Etappen zwischen Schwarzwald und der Schwäbischen Alb, herrliches Ambiente, der Ort lebt mit den Rennfahrern, man fühlt sofort heimisch,

1.Tag – habe eine schlechtes Einzelzeitfahren hingelegt (es machte sich bemerkbar, dass ich in der vorigen Woche drei Tage krank im Bett lag), 2. Etappe lief gut àenorme Anstrengung den ersten Berg hinauf, alle haben gedrückt um oben Anschluss zu haben, es war ein Kampf, am 3.Tag war ich wieder in Form und konnte bis zum Schluss super fahren.

Ein Nachmittag mit Hanka Kupfernagel verbracht – lehrreich und Sie einfach sympatisch!

TIPP: super Adresse für die Teilnahme an einem

3-Tage-Etappenrennen!

2

Münster

03.10.

Münsterland Giro

130

Sonne

22°C

Grandioser Abschluss – endlich!

Jedes Jahr findet das Rennen auf neuen Strecken statt, dieses mal durch den Kreis Warendorf, flach und windanfälliger Kurs, wieder was für Tempobolzer,

lange blieb das riesen Führungsfeld zusammen, enges Fahren so breit die Straßen sind, ein Wechsel zwischen bremsen und anfahren machen den Beginn anstrengend in anspannender Konzentration, Prinzip = nur noch ordentlich durch kommen! Nach 80 km passierte es, ich berühre ein Vorderrad und stürze aus dem Fahrerfeld rechts in den Straßengraben, Schockzustand – Hilfe kam sofort, Rad und ich soweit ok und weiter ging es in die letzten nun anstrengenden Kilometern, nach dem Verdauen des Sturzes überwiegte die unendliche Freude alles geschafft zu haben!

2

Ergebnis:

Sieger – Frauen Master 3 „Deutscher Meistertitel“

3.Platz – Frauen Gesamtwertung

...geschafft, Dresden Race bei 30°C

...geschafft, Dresden Race bei 30°C

FAZIT:

  • Viele unbekannte Städte und unsagbare schöne Gegenden kennen gelernt,
  • man muss Lust haben zu reisen, haben einige Autobahnkilometer hingelegt, meist nur die Wochenenden investiert oder einen Urlaubstag drangehangen, um Montag wieder auf Arbeit zu gehen,
  • neue Radbekanntschaften geschlossen,
  • durch die abwechslungsreichen Rennen bekommt man ein Gefühl für Taktik und Krafteinteilung,
  • enorm Anstrengend, aber erfahrungsreich sind die Starts mit den ersten 30 Minuten, es geht von 0 auf 100.
  • Würde es wieder tun!

    vorletztes Rennen, Rothaus Riderman

    vorletztes Rennen, Rothaus Riderman

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