O-See Challenge- Mein erster Cross-Triathlon

Hier kommt er nun endlich, der Bericht von meinem ersten offiziellen Cross-Triathlon am 17.August 2013. Es war ein aufregender und toller Tag-aber der Reihe nach:

Hier schwimmt Mathias (dort wo der linke Arm rausguckt)

Hier schwimmt Mathias (dort wo der linke Arm rausguckt)

Nach dem Beladen des Autos ging es völlig ohne Erwartungen und entspannt zum O-See nach Olbersdorf. Das Zeitpolster bis zum Start war relativ komfortabel. Spätestens beim Aussteigen aus dem Auto war meine Nervosität dann doch etwas fortgeschritten- da sind so viele profimäßig aussehende Leute rumgelaufen und alle schienen genau zu wissen, was zu tun ist und wohin sie gehen müssen, ganz so war es dann bei mir nicht! Ich ging erstmal gemütlich meine Startunterlagen abholen, ließ meine Oberarme mit meiner Startnummer verzieren und warf erstmal einen Blick auf den See bei allerbesten Sommerwetter. Die Temperaturen waren schon am Morgen bei 23°C.

Dann ging es zurück zum Auto- Startnummer ans Band und Rad, Rad überprüfen, Reifendruck, kurze Probefahrt, Schuhwechsel, nochmal alles durchchecken- und schon wurde die Zeit doch etwas knapper. Also schnell zum Rad- Check-In, Lauf –und Radsachsen in der Wechselzone deponiert, Schwimmsachen gegriffen und ab ins Wasser zum einschwimmen.

Nach dem Einschwimmen war noch genug Zeit den Profis beim Start und schwimmen zuzuschauen und zu staunen. Nun blieben nur noch wenige Minuten bis auch bei mir der Startschuss zum Schwimmen fällt.

Schnell nochmal Badekappe richten und Brille aufsetzen und sich gut positionieren. Jetzt stellte sich für mich die Frage die sich bis zum Schluss nicht so richtig beantworten lies, warum mach ich hier überhaupt mit? Dann fiel der Startschuss und hinein gings ins Wasser. Der Start war schon mal geschafft und nach ca. 200 meter hab ich dann endlich mal etwas mehr Platz um meine Linie zu schwimmen, ab und zu trifft einen dann doch wieder ein Fuß oder eine Hand von links oder rechts, so dass man kurz mal die Orientierung verliert.

Die erste Runde war schnell gemacht und nach einem kurzen Landgang ging es in die zweite Runde von 550m. Ich war nun voll dabei und konnte mein Tempo bis zum Schluss behalten und konnte es nun kaum erwarten endlich aus dem Wasser zu kommen. Natürlich wurde die Badekappe und die Schwimmbrille schon während des Laufschritts in die Wechselzone abgesetzt, habe ich mir ja vorher schon bei den Profis abgeschaut! Noch etwas erschöpft fiel es mir irgendwie schwer die Orientierung zu behalten und mein Fahrrad in der richtigen Reihe zu finden. Ich zog mir in aller Ruhe die Fahrradschuhe an, setzte mir den Helm auf und rannte mit dem Fahrrad bis zur Linie wo ich endlich aufsteigen durfte.

Die Radstrecke habe ich so richtig genossen, weil ich von früheren MTB- Rennen wusste wie herrlich man im Zittauer Gebirge biken kann. Es ging permanent auf und ab, und die Strecke war super abwechslungsreich.

Ein heimlicher Fan und viele begeisterte Zuschauer beobachten das Ganze

Ein heimlicher Fan und viele begeisterte Zuschauer beobachten das Ganze

Mir war klar dass ich meine Kraft einteilen muss und nicht gleich am Anfang mein Pulver verfahren darf, deshalb fuhr ich mit gutem aber nicht übertriebenem Tempo die 30km durchs Zittauer Gebirge. So kam es das mich doch einige überholt haben, aber ich wusste spätestens auf der Abfahrt oder nach ein paar Kilometern hab ich alle wieder ein. So kam es dann auch das ich die ersten bei dem Anstieg zum Hochwald hinter mir lies und der weitere Weg eher eine Wanderung war als ein MTB Uphill. An fahren war gar nicht dran zu denken, den der Weg aufwärts war zu steinig und steil. 200 meter vor dem Hochwaldturm konnte man sich dann endlich wieder aufs Rad schwingen und die letzten Meter bis zu Turm erklimmen. Danach ging es endlich im heiß ersehnten Downhill, der sehr anspruchsvoll war. Keine Ahnung wieviel Plätze ich da gut machen konnte, aber es waren eine ganze Menge. Auf der Abfahrt konnte man immer wieder sehen das einige Fahrradflaschen und andere Utensilien nun ein Waldleben führen dürfen, weil sie nicht fest genug am Fahrrad befestigt wurden.

Der Weg hinab Richtung Oybin führte noch über ein Teil der bekannten 2much4you Strecke. Auf den letzten Kilometern zurück zum See und zur Wechselzone gab es dann noch unzählige Teilnehmer die mit Platten und anderen Pannen zu kämpfen hatten. Das war wohl dem Untergrund geschuldet, der abschnittsweise nur aus groben und spitzen Schotter bestand. Ich persönlich bin zum Glück vollkommen problemlos durchgekommen, ohne Sturz und Panne- und es hat richtig, richtig Spaß gemacht! Ich habe mich gut gefühlt, hatte keinerlei Bedenken mehr und habe es einfach genossen.

In der Wechselzone ging es dann runter vom Rad und rein in die Laufschuhe und ab auf die 9km Laufrunde. Die Runde führte in einem größeren Bogen um den See herum, aber immer fern von asphaltierten Wegen. Auf der gesamten Strecke war kaum ein Windzug zu spüren und vor der Sonne konnte man sich auch nicht mehr verstecken. Die Strecke war wirklich hervorragend und es ging fröhlich auf und ab, Treppen wurden teilweise nur noch „gekrochen“. Jetzt waren definitiv die letzten Kraftreserven angebrochen. Ich konnte mich nur noch über jedes Hinweisschild freuen was mich dem Ziel ein wenig näher brachte. Der letzte Verpflegungspunkt wurde dankend angenommen um die letzten 3 Kilometer zu überstehen. Nach Laufen sah das nun wirklich nicht mehr aus, aber ich versuchte vor den ganzen Zuschauern, die Richtung Ziel immer mehr zunahmen, eine ordentliche Figur zu machen.  Das Ziel kam näher und näher und auf einmal spürte ich doch noch einmal letzte Kraftreserven.

Endspurt

Endspurt

Als ich in die letzte Kurve vor dem Ziel einbog ,und den Hang hinunter schaute, sah ich eine Strohbarriere ,die ich noch überwinden musste. Ich musste mich noch schnell entscheiden was ich mache. Spring ich elegant rauf und wieder runter in der Hoffnung dass die Oberschenkel halten und ich nicht einfach zusammenfalle oder schwing ich meinen Allerwertesten drauf und dreh mich irgendwie drüber! Letztendlich hab ich mich für das richtige entschieden um Peinlichkeiten aus dem Weg zu gehen und hab mich für die zweite Variante entschieden. Im Zielbereich war es dann nochmal ein gutes Gefühl, den eigenen Namen und Endzeit zu hören- und somit das Finishen des allerersten Cross- Triathlons zu genießen.

Danach wurde erst mal ein schattiges Plätzchen aufgesucht und der Allgemeinzustand wieder aufgebessert, in Form von Obst und einer hervorragenden Massage.

Körperlich ging es mir auf einmal wieder ziemlich gut, so wurde die Wechselzone beräumt und das Fahrrad wieder ausgecheckt.

Dann wurde alles wieder im Auto verstaut und die Duschen aufgesucht. Da merkte ich den Sonnenbrand im Genick ziemlich deutlich. Aber das war auch schon das einzige Wehwehchen.

Sonst war alles bestens- die Knie und der Rücken machen überhaupt keine Probleme, der Muskelkater existiert nicht. Fast optimal!

Alles in allem also ein wunderbarer Tag- ich habe fast alle Ziele erreicht. Ich hatte einen riesigen Spaß und dabei viel Erfahrung gesammelt, wobei natürlich viele Anfängerfehler dabei waren, die ich sicherlich nicht wiederholen werde, bin gut gefahren und wiedererwartend durchgekrault.

Ein Blick auf die Ergebnisliste sagt mir dass ich im Mittelfeld lag, was aber für mich eigentlich kaum eine Rolle spielt, obwohl ich mir schon während des Wettkampfes überlegt habe wo ich beim nächsten Mal Zeit einsparen muss.

Fazit: Ein absolut gelungener erster Cross- Triathlon-ICH WILL MEHR DAVON!!

Und der nächste ist auch schon fest geplant, am 14. September Hradek nad Nisou.

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